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Malteser Portum Capere

Wohnformen

Um jedem Klienten in seinen persönlichen Bedürfnissen gerecht zu werden, haben wir unterschiedliche Betreuungskonzepte im Intensiv- und Regelgruppenbereich entwickelt. Diese können bedarfsgerecht angepasst werden.

In den durchgehend koedukativ geführten Angeboten des Portum Caperes Therapeutisches Wohnen® können insgesamt 34 Jugendliche und junge Erwachsene leben.


Intensivwohngruppen

Leben in und mit der Gruppe

Die Einrichtung verfügt über drei konzeptionell identische Häuser, die alle in unmittelbarer Nähe zueinander liegen.

Leistungen

  • Fachkräfte betreuen an 365 Tagen/Jahr und 24 Stunden täglich, in den Hauptzeiten mit mindestens zwei pädagogischen Mitarbeitern gleichzeitig
  • werden einfache Ziele und Teilziele ausgearbeitet, die zu erreichen sind
  • Es besteht ein überschaubares und transparentes Regelsystem (mit wenigen, klar formulierten Regeln und entsprechenden logischen Konsequenzen)
  • Eine enge Kooperation mit der LWL-Universitätsklinik Hamm
  • Ein enges Netzwerk aus Pädagogik und Therapie

Intensivwohngruppe PLUS

Die Appartmentlösung

Viele der Jugendlichen sind aufgrund ihrer psychiatrischen Problematik besonders in sozialen Kontexten überfordert. Bei dieser Einrichtung handelt es sich um ein Intensivangebot, deren Fokus nicht auf der Betreuung innerhalb der Gruppe liegt. Das Haus bietet fünf Jugendlichen in Einzelappartements ein auf den Bewohner zugeschnittenes Hilfsangebot an. Ein gemeinsamer Gruppenalltag steht dabei nicht im Vordergrund.

Aufgenommen wird in der Regel ab einem Alter von 14 Jahren.

Ziele der Betreuung in dieser Wohnform können sein:

  • Vorbereitung auf ein Leben in der Gemeinschaft einer Intensivwohngruppe
  • Vorbereitung auf ein Leben  in der Regelwohngruppe
  • Vorbereitung auf ein Leben in eigener Wohnung
  • Rückführung
  • Perspektiventwicklung

Es besteht die Möglichkeit, dass ein individualisiertes Betreuungskonzept erarbeitet wird.

Leistungen

  • Die Wohngruppe ist an 365 Tagen 24 Stunden durch einen Mitarbeiter besetzt, der die Bewohner bei den Anforderungen des Alltags unterstützt.
  • werden einfache Ziele und Teilziele ausgearbeitet, die zu erreichen sind
  • Es besteht ein überschaubares und transparentes Regelsystem (mit wenigen, klar formulierten Regeln und entsprechenden logischen Konsequenzen)
  • Eine enge Kooperation mit der LWL-Universitätsklinik Hamm
  • Ein enges Netzwerk aus Pädagogik und Therapie

Regelwohngruppen

Unsere Form der Verselbständigung

Regelwohngruppen bedeuten in unserem Setting „der nächste Schritt“. Die Klienten leben in kleineren Wohneinheiten zusammen und werden zu Kernzeiten durch die Mitarbeiter begleitet.

Aus der allgemeinen stationären Jugendhilfe wechseln junge Menschen zur Verselbständigung in kleinere Wohneinheiten und werden mit einem geringeren Betreuungsschlüssel tagsüber begleitet. Im Bereich Portum Capere betreuen wir Klienten mit einem besonderen Hilfebedarf. Die Herausforderung besteht darin, diese Klienten aus dem Intensivwohngruppenbereich bei der Verselbständigung zu unterstützen. 

Aufgenommen werden Jugendliche ab 14 Jahren.

Ziel ist es, ihnen schrittweise mehr Verantwortung übertragen zu können. 

Der Regelwohngruppenbereich erstreckt sich über zwei Häuser mit folgender Aufteilung:

  • zwei Appartements eingebettet in eine der Intensivwohngruppen (ab 14 Jahren)
  • Ein weiteres Haus verfügt über eine 3er Gruppe und einem angeschlossenen Einzelappartement (ab 16 Jahren)

Leistungen

  • Die Betreuung findet zu festen Betreuungszeiten, primär in den Nachmittags- und Abendstunden, die im Vorfeld bekannt gegeben werden, und gemeinsam verabredeten Terminen statt
  • In den Abendstunden und im Nachtverlauf ist an sieben Tagen in der Woche eine Fachkraft vor Ort und ansprechbar
  • Es können individuelle Termine verabredet werden
  • An Wochenenden ist tagsüber nur stundenweise eine Fachkraft vor Ort

Portum Capere + X

Die Individuallösungen

Die jeweilige Grundbetreuung richtet sich nach dem grundsätzlichen Konzept der Gruppe, in der eine Aufnahme möglich erscheint.

Das grundlegende Ziel ist es, dem betreffenden Klienten die Möglichkeit zu bieten, trotz vorhandener psychischer oder psychiatrischer Störungen langfristig ein möglichst eigenständiges Leben zu führen und eine gezielte fachliche Unterstützung anzubieten.

Dabei ist die weitere Stabilisierung der Klienten sowie die Hinführung zu mehr Eigenverantwortlichkeit ein Hauptziel. Grundsätzlich ist die Hilfe einzelfallbezogen. Ein weiteres Ziel könnte es sein, die Klienten langsam an Kontakte zu Peers heranzuführen. Dies kann durch eine schrittweise Integration beispielsweise in den Intensivwohngruppenbereich oder die Teilnahme an internen Gruppenangeboten geübt werden. Durch die Mischung der Klienten beispielsweise in den Regelwohngruppen und den unterschiedlichen Grad der Selbständigkeit liegt der Fokus nicht auf gemeinsamen Gruppenalltag.

In einem gemeinsamen Vorgespräch mit dem Kostenträger, den Sorgeberechtigten und den Mitarbeitern der Wohngruppe wird der individuelle Hilfebedarf festgelegt.

Zusatzleistungen

  • Systemische Familientherapie
  • Zusatzbetreuung
  • Besuch der „Klinikschule“ an der LWL Universitätsklinik in Hamm
  • Durchführung von Praktika und Arbeitstrainingsmaßnahmen in unseren Lehr- und Trainingsbetrieben (Tischlerei und Restaurant) (siehe Erläuterung)
  • Berufsausbildung zum Tischler, Fachpraktiker für Holzverarbeitung, Koch, Fachpraktiker Küche, Restaurantfachfrau/ -mann, Fachkraft im Gastgewerbe, Helfer in Gastgewerbe
  • Biographiearbeit in Kooperation mit FH Münster (siehe Erläuterung)
  • Triple P Training für Eltern
  • Reittherapie
  • Anti-Aggressivitätstraining